Pressemitteilungen 2016/2017

Neues von Ihrer Bank

Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen. Wir informieren die Presse regelmäßig über Aktivitäten und Neuigkeiten in eigener Sache. Über die Links gelangen Sie zur Vollversion der jeweiligen Pressemitteilung.

27.04.2017 - Unsere Vertreterversammlung

Vertreter der Volksbank Eifel stellen die Weichen für die Zukunft...

… im Lokschuppen in Gerolstein. Es roch nach Schmieröl und die alte 52 6106 Dampflok bildete den optischen Rahmen in der vollbesetzten Halle für die rund 600 geladenen Mitgliedervertreter; Gäste und Mitarbeiter der Volksbank Eifel eG.

Und es roch nach Arbeit und damit auch passend zur Bilanz des ersten Geschäftsjahres der neuen Volksbank Eifel. Nach dem Votum beider Vertreterversammlungen in 2016 zur Fusion wurde den Vertretern in einem umfassenden Bericht durch die beiden Vorstandsmitglieder Andreas Theis und Michael Simonis Rechenschaft abgelegt über die geleistete Fusionsarbeit.

Die damals gemachten Versprechen wurden beleuchtet und der Auftrag darf als erfüllt betrachtet werden. Der Mitglieder- und Kundennutzen wurde gestärkt, die Sicherheit der Arbeitsplätze in der Bank für fast 400 Beschäftigte ist gewährleistet und auch die Ergebnisse in der ersten Bilanz der Volksbank Eifel eG können sich sehen lassen. Obwohl die Rahmenbedingungen auch in 2016 nicht einfacher geworden sind, wurden die Chancen genutzt, nach kreativen Wegen gesucht und die genossenschaftliche, qualitativ hochwertige Beratung in den Vordergrund gestellt.

Die Zusammenführung der beiden Institute ist nachhaltig gelungen: Die bekannten Ansprechpartner sind geblieben, die neu gebildeten Regionalmärkte stehen für mehr Dezentralität und Verantwortung vor Ort. Die ohne Gegenstimme durchgeführte Wahl von rund 50 Regionalbeiräten war nicht der einzige einstimmige Beschluss an diesem Abend.
 

Vorstand und Aufsichtsrat wurde die Entlastung erteilt. Bei einem Jahresergebnis von rund 2,6 Millionen EUR partizipieren auch die rund 36.000 Mitglieder von einer Ausschüttung an Dividenden in Höhe von über 505.000,00 EUR.

Partizipiert am Erfolg der Bank haben 2016 auch rund 370 Vereine, Schulen, Kindergärten und weitere Institutionen wie Orts- und Verbandsgemeinden. Die anwesenden Landräte Dr. Streit und Thiel sowie zahlreiche Verbandsbürgermeister nahmen sichtlich erleichtert zur Kenntnis, dass die in 2016 geflossenen Spenden von fast 390.000,00 EUR zur Unterstützung wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Initiativen auch in 2017 ihre Fortsetzung finden werden.
Die beiden Volksbank-Stiftungen werden hierzu ihren Beitrag leisten, denn ohne diese Unterstützung wären viele Projekte vor Ort erst gar nicht in die Umsetzungsphase gekommen. Dies wurde auch seitens der Vertreter zustimmend zur Kenntnis genommen. 

Der Erfolg der Bank ist in Zahlen schnell zusammengefasst:
Als ein bedeutender Faktor der regionalen Wirtschaft kann der Zuwachs der Bilanzsumme von rd. 23,2 Millionen EUR auf 1,3 Milliarden EUR registriert werden; die um 43,5 Millionen Euro überdurchschnittlich gestiegenen Kundengelder machen nunmehr fast 78 %  der Bilanzsumme aus. Positiv ist auch die Kreditnachfrage zur Finanzierung der heimischen Wirtschaft und der Privatkunden bei der Realisierung ihrer Vorhaben: zum Vorjahr steigen die Kundenforderungen um 12,4 Millionen EUR auf 873,8 Millionen EUR. Ursache ist das nach wie vor günstige Zinsniveau. Im Kontext der bankpolitischen Herausforderungen hat die Volksbank Eifel eG aber auch bei den Finanzgeschäften, die ihren Niederschlag nicht in der Bilanz finden, kräftig zugelegt. Die Schwerpunkte waren hier der Bereich der Kurswerte von Wertpapieren und Fonds, die Bausparguthaben sowie die Rückkaufswerte von Lebensversicherungen mit einem Zuwachs von 4,9 % bzw. 32,4 Millionen EUR auf 691,4 Millionen EUR.

Wichtiger als die Zahlen sind den beiden Vorstandsmitgliedern Theis und Simonis aber die klare Fokussierung auf die Zukunftsherausforderungen: Verantwortung vor Ort in den Regionalmärkten, die Ausrichtung auf die Wünsche und Anforderungen der Mitglieder und Kunden, eine klare Zukunftsstrategie im Bereich des stationären Vertriebs angesichts eines stark veränderten Kundenverhaltens. „Wir haben dies analysiert und festgestellt, dass die Anzahl unserer Online-Nutzer rapide zunimmt – in wenigen Jahren werden mehr als 80 % der Bankgeschäfte nur noch online getätigt werden“, so Andreas Theis. „Deshalb investieren wir schon jetzt in die Zukunftsfiliale „VR Eins“ – hier werden neue Standorte entstehen, an denen die Beratung im Mittelpunkt steht. Dort bieten wir aus Kundensicht die persönliche Beratung verbunden mit dem höchsten technischen Standard, wie Videoberatung von zu Hause aus oder aber auch das Hinzuschalten von Spezialisten ins Beratungsgespräch.“
Und Michael Simonis ergänzte dieses Szenario noch: „Gleichwohl sind wir als regional verwurzelte Bank auch den Kunden verpflichtet, die wie bisher ihre Bankgeschäfte und Servicedienstleistungen beim persönlichen Besuch vor Ort erledigen möchten. Die klassische Filiale wird also auch weiterhin Bestandteil unseres Geschäftsstellennetzes sein.“
Versprochen haben die Bankvorstände aber auch die Gewährleistung der Bargeldversorgung vor Ort – angesichts der Diskussion der letzten Wochen um hohe Gebühren für Barverfügungen ist die Volksbank Eifel mit bis zu zehn gebührenfreien Verfügungen über das eigene Guthaben im Monat Vorreiter einer kundenorientierten Geschäftspolitik.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die bisherigen Mitglieder Karin Plein, Speicher, und Dieter Nahrings, Prüm, einstimmig wiedergewählt; neu im Aufsichtsrat ist Jürgen Kohl, Gesellschafter und Geschäftsführer der Firmengruppe Kohl aus Irrel. Zum Abschluss der sehr harmonischen Versammlung wurde dem aus Gründen des Erreichens der Altersgrenze aus dem Aufsichtsgremium ausscheidende Manfred Meusel eine besondere Ehre zuteil: Thomas Krämer vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband zeichnete Meusel für über 30jährige ehrenamtliche Tätigkeit mit der Goldenen Ehrennadel aus. Meusel bedankte sich mit den Worten: „In Gerolstein bin ich geboren, mein Vater hat in diesen Räumen (Anm. der Red.: Bahnbetriebswerk Gerolstein) seinen letzten Arbeitstag verbracht und für mich schließt sich nunmehr der Kreis, in dem auch ich hier meine Arbeit als Aufsichtsrat beende – vielen Dank für Ihr Vertrauen!“

24.04.2017 - Seniorentag auf der Grenzlandschau

Wer öffnet den gläsernen Tresor?

Tag der Volksbanken und Raiffeisenbanken

Prüm. Eintritt frei für Senioren der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Eifelkreis Bitburg Prüm: Auch bei der 26. Grenzlandschau (GLS) in Prüm laden die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre älteren Mitglieder zum Besuch der größten regionalen Verbrauchermesse ein. Der Seniorentag ist am Dienstag, 2. Mai 2017. Eine strenge Altersgrenze gibt es dabei übrigens nicht: Jeder, der sich als „Senior“ fühlt, ist den Banken herzlich willkommen.

Das Programm für die Bank-Senioren startet schon vor den zwei Haupteingängen zur Grenzlandschau. Hier werden die Senioren begrüßt und bekommen ihre Eintrittskarte für die Ausstellung. Außerdem erhält jeder dazu einen Tresorschlüssel. Tausend Tresorschlüssel für tausend eingeladene Bankmitglieder halten die Volksbanken und Raiffeisenbanken bereit. Nicht alle passen auf das Schloss im gläsernen Tresor, der an diesem Tag auf der Bühne der Gastronomiehalle darauf wartet, „geknackt“ zu werden. Aber immerhin 80 Besuchern wird das gelingen. „Wer den Tresor öffnet, dem gehört der Inhalt“, sagt Willi Leinen vom Marketingarbeitskreis, mehr  wolle er nicht verraten. Für gute Stimmung sorgt dabei das Unterhaltungsduo „rijo“.

„Mit der Einladung verfolgen wir gleich mehrere Ziele“, sagt Willi Leinen: „Vielen Menschen, die vielleicht andernfalls nicht zur GLS gekommen wären, schenken wir einen erlebnisreichen Tag. Den Ausstellern verschaffen wir tausend weitere Besucher und damit nicht zuletzt den Ausstellern zusätzliche Geschäfte.“

Für viele Aussteller war der Seniorentag in den vergangenen Jahren ein erfolgreicher Messetag, denn die rund 1.000 zusätzlichen Besucher der älteren Generation sind nicht nur zahlenmäßig eine starke Gruppe. Viele ältere Menschen haben aufgrund ihres Einkommens und Vermögens auch eine hohe wirtschaftliche Bedeutung und bieten erhebliche Chancen für die Wirtschaft und damit für die Aussteller der Verbrauchermesse.

„Seniorenfreundlichkeit ist für uns Genossenschaftsbanken kein moderner Werbegag, sondern gute Tradition“, so die Banken zu  ihrer Aktion. „Zudem liegt uns die Unterstützung der Eifel am Herzen. Denn unser Betätigungsfeld ist die heimische Region. Wir fördern hier vor Ort, was unsere Region interessant, lebenswert und erfolgreich macht.“

10.04.2017 - 27.700 Euro für Projekte, die Freude machen

Stiftung der Volksbank Eifel unterstützt Kinder und Jugendliche

„Die Stiftungen der Volksbank Eifel eG fördern Musik, Sport, Kunst, Bildung, Kultur, Freizeitgestaltung – sie fördert, was unsere Region lebens- und liebenswert und besonders macht. Förderprojekte für Kinder und Jugendliche haben dabei Vorrang“, so stellte Frank Cornelius von der Volksbank Eifel eG, der auch Mitglied im Stiftungsvorstand ist, zu Beginn seiner Begrüßung die Ziele der Stiftungen dar. Im Schlusswort sagte er dann später “es ist beeindruckend, welches persönliche Engagement bei den Initiatoren der heute hier vorgestellten Förderprojekte spürbar ist, es ist beeindruckend, wie damit auch Tatendrang und Begeisterung bei den Kindern und Jugendlichen entfacht wird. Das ist sehr im Sinne der Stiftungen, dort finanziell zu fördern, wo gemeinnütziges Engagement vorhanden ist. Die Stiftung könnte Stiftungsgeld kaum besser ausgeben“. 

Für zehn Projekte hatte sich der Stiftungsrat entschieden, und mit 27.700 Euro gefördert. Jetzt konnte die Volksbank Gäste zu einer Feierstunde begrüßen, die eindrucksvoll vorstellten, was das Stiftungsgeld bewirkte. Die Grundschulkinder aus Hillesheim bedankten sich mit einer Spielszene aus ihrem derzeitigen Theaterstück für die neue Bühnenausstattung, die Schüler des Hubertus-Rader-Förderzentrums stellten die Trainingswohnung vor, die mit Stiftungsmitteln ausgestattet wurde, die Grund- und Realschule Gerolstein zeigte, wie auch schon Grundschulkinder mit Tablets begeistert arbeiten. Die Gymnasien aus Prüm und Gerolstein freuten sich über hochwertige Geräte für den Chemieraum und das Filmlabor. Für die Berufsbildende Schule Prüm ist das Geld von der Stiftung eine wirksame Anschubfinanzierung für deren Projekt „Lernstudio“. Weiter freuten sich die Pfadfinder aus Hillesheim über ein neues Verpflegungszelt, die Kaiser-Lothar-Realschule Plus über die neue Musikanlage. Gefördert wurden auch der SV Gerolstein beim Projekt „Kleinspielfeld“ und die Augustiner-Realschule bei dem Schülerprojekt Schulhofgestaltung.

Durch gezielte Förderung mit finanziellen Mitteln werden insbesondere nachhaltige Initiativen mit dem Anspruch der Hilfe zu Selbsthilfe unterstützt, so Cornelius. Natürlich freut sich die Stiftung auch über Zustiftungen, die das Grundkapital erhöhen und für höhere, regelmäßige Erträge sorgen. Viele erkennen in Stiftungen eine sinnvolle Möglichkeit der eigenen Nachlassregelung: Nachhaltig Gutes tun für die Umgebung, in der man selbst lebt und für Bereiche, die einem  am Herzen liegen. 

04.04.2017 - Bargeld vom Bäcker - warum nicht?

Interview aus der orange 7. Michael Simonis, einer von zwei Vorstandsmitgliedern der neuen Volksbank Eifel.

Volksbank-Vorstand Michael Simonis kann nicht nur Banken erfolgreich fusionieren, sondern auch mit dem kleinen weißen Tischtennisbällchen sicher umgehen.

Herr Simonis, wollten Sie eigentlich schon immer Banker werden?
Einen gewissen Einfluss hatte sicherlich mein Patenonkel, der auch Banker war. Ich habe jedenfalls meine Ausbildung 1991 bei der damaligen Volksbank Hillesheim-Gerolstein begonnen – und bin seitdem der Bank treu geblieben.

Und in Ihrer Freizeit spielen Sie Tischtennis – ein Bankersport ist das eher nicht?
Das würde ich so nicht sagen. In unserer Bank aber auch bei den Kollegen der Sparkasse gibt es einige die Tischtennisspieler sind. Ich spiele seit 1982 im Verein VFL Schüller. Wir haben zurzeit eine Spielgemeinschaft mit dem TTC Schwirzheim.

Bei Tischtennis kommt es nicht nur auf Technik an, sondern auch auf Taktik – das passt allerdings zum Bankgeschäft?
(schmunzelt) … und nicht immer gewinnt der bessere Spieler.

Taktisch gesehen haben die Volksbanken Bitburg und Eifel-Mitte die Fusion glatt hinbekommen. Ihre Kreissparkassenkollegen aus dem Eifel- und den Vulkaneifelkreis sind vor neun Jahren nach einem Bürgerentscheid krachend gescheitert …
Wir sind eine Genossenschaftsbank und keine Anstalt öffentlichen Rechts. Solche Entscheidungen treffen bei uns die Eigentümer, also die Mitglieder oder ihre Vertreter in den Vertreterversammlungen. Im vergangenen Jahr haben die Vertreter mit 100 Prozent und 99,5 Prozent Zustimmung ein klares Votum für unser Verschmelzungsvorhaben gegeben.

Warum eigentlich der Zusammenschluss?
Der Wettbewerb im Bankenmarkt verschärft sich. Die zunehmende Technisierung sowie neue gesetzliche Vorschriften stellen uns vor große Herausforderungen in der Zukunft. Um die Genossenschaftsbank der Zukunft bauen zu können, benötigen wir eine konsequente Weiterentwicklung unserer organisatorischen Ausrichtung. Dies klappt mit gebündelten Kräften deutlich besser. Zudem können wir mit der neuen Bankgröße (Bilanzsumme 1,3 Milliarden Euro) den Anforderungen unserer gewerblichen Kundschaft in Zukunft noch besser gerecht werden und neue Geschäftsfelder wie etwa Erben/Vererben und Zahlungsverkehrsberatung auf- und ausbauen.

Wird es noch weitere Fusionen geben – es gibt in der Großregion noch andere Volks- und Raiffeisenbanken, die wesentlich kleiner sind als die Volksbank Eifel?
Aus meiner Sicht ist ein Ende der Fusionswelle derzeit nicht absehbar. In unserem Verband fusionieren in diesem Jahr 20 von 170 Volks- und Raiffeisenbanken. Am Ende liegt die Entscheidung jedoch einzig und allein bei den Eigentümern also den Mitgliedern der jeweiligen Bank.

Da fragt sich der Eifeler: Bleibt die Volksbank denn bei mir am Ort?
Selbstverständlich stellen wir unser Zweigstellennetz und die Geldautomatenstandorte regelmäßig auf den Prüfstand. Die räumliche Nähe und unser Filialnetz gehört zur DNA einer Genossenschaftsbank. Entscheidend ist in welchem Maß unsere Mitglieder und Kunden die jeweiligen Standorte auch nutzen.

Oma Müller fährt aber nicht in den nächst größeren Ort zum Einkaufen und geht dann auch zur Volksbank?
Zurzeit wickeln 50 Prozent unserer Kunden bereits ihre Bankgeschäfte in unserer Online-Filiale ab. Wir gehen davon aus, dass dieser Wert sich in den kommenden Jahren nochmals signifikant erhöhen wird. Manche Geschäftsstelle wird lediglich von 5 bis 6 Kunden pro Tag besucht, mit abnehmender Tendenz. Bezüglich der Bargeldversorgung unserer nicht so mobilen Kunden darf es keine Denkverbote geben.

Die Ideen haben Sie hierzu?
In Supermärkten, Tankstellen können Sie sich bereits heute mit Bargeld versorgen. Bargeld vom Bäcker oder dem Geschäft im Ort – warum nicht? Das ist technisch machbar und solche Optionen werden auch von uns geprüft.

Ist dann die Bank nur noch über eine Hotline erreichbar?
Aber nein. Die Bank ist auf vielen Kanälen erreichbar. 24 Stunden, 7 Tage die Woche über unseren Internetauftritt. Unsere Mitarbeiter im Kundenservicecenter jeden Wochentag von morgens 8 Uhr bis abends 18 Uhr. Die Kundenberater nach Terminvereinbarung in der Bank oder bei den Kunden zu Hause und natürlich während unseren Filialöffnungszeiten.
Die Nähe zu unseren Kunden ist und bleibt uns sehr wichtig.

04.04.2017 - Ganz neue Angebote für die Region

Interview aus der orange 7. Vorstandsmitglied und Hobbykoch Andreas Theis spricht über die Fusion und worauf sich Kunden der neuen Bank nun einstellen dürfen.

Kartoffeln und Möhren sind längst in der Suppe, jetzt fehlen nur noch Gewürze: An Weiberdonnerstag hatte Andreas Theis, Vorstand der neuen Volksbank Eifel eG, mit seiner Führungsmannschaft hier in der Küche des Simonbräu in Bitburg für alle Mitarbeiter gekocht.

Herr Theis, man sagt, Kochen sei Ihr Hobby?
Stimmt. Ich habe Freude an gutem Essen und kann beim Kochen meiner Kreativität freien Lauf lassen. Das dient meiner Erholung und gleichzeitig kann ich damit meine Familie verwöhnen.

Und an Weiberdonnerstag haben Sie sogar die Mitarbeiter mit Ihren Kochkünsten verwöhnt?
Richtig. Im Simonbräu hier in Bitburg gab es ein Drei-Gänge-Menü mit Kartoffelsuppe, Geschnetzeltem in Rahmsoße mit Nudeln, Reis und Salat. Und zum Abschluss durften sich alle noch auf drei Sorten Mousse freuen. Ich war für die Suppe zuständig, habe Kartoffeln geschält, Möhren geschnippelt – wie man die hier in der Eifel eben zubereitet.

Waren denn auch alle Mitarbeiter dabei?
(lacht) Nein, eingeladen sind alle, aber jeder kann ganz frei entscheiden, ob er dabei ist oder nicht. In den jeweiligen Orten hat sich eine ganz eigene Feierkultur zu Karneval etabliert. Bei uns in Bitburg kocht seit 20 Jahren die Führungsmannschaft.

Werden Ihre Mitarbeiter nach Aschermittwoch denn auch noch verwöhnt?
Selbstverständlich. Aber neben den Mitarbeitern bin ich als Vorstand auch Dienstleister für die Mitglieder und Kunden. Ich muss die Rahmenbedingungen so schaffen, dass die Mitarbeiter Freude an der Arbeit haben. Das ist Voraussetzung, um maximal erfolgreich sein zu können.

War Banker immer schon Ihr Traumberuf?
Nein, damals hatte ich auch andere Berufsbilder erwogen. Polizist oder ein Handwerk waren nicht ausgeschlossen. Nach der Mittleren Reife 1980 habe ich dann aber die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Bitburg gestartet.

Wurde es der Beruf, weil Sie als Kind gerne Monopoly gespielt haben?
Das war tatsächlich eines meiner Lieblingsspiele. Es schärft den Blick auf den Umgang mit Finanzen. Man lernt, dass man einen Return on Investment braucht, wenn man investiert. Monopoly ist schon realitätsnah.

Bei diesem Spiel wird verkauft und gekauft. Straßen, Plätze, Hotels. Bei Ihnen in der Realität sind es jetzt Banken, die miteinander fusionieren. Wie kam es zu der Fusion?
Man überprüft ja ständig seine Optionen, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Also Grundüberlegungen dazu gibt es seit Jahren. Der Druck auf die Ertragslage ist bei den Banken immens groß geworden. Genossenschaftsbanken sind immer noch die stabilste und am besten geratete Bankengruppe in Deutschland. Wir haben uns aber gefragt, was wir tun müssen, um in 10 oder 15 Jahren noch erfolgreich zu sein. Größere Einheiten ermöglichen bessere Angebote an die Region.

Wie läuft so eine Fusion ab?
Man beschnuppert sich, man überprüft, ob die Häuser zusammen passen. Beide Häuser waren sehr erfolgreich, die Kulturen passen, das Gebiet passt und die Menschen auch. Hinzu kam, dass mein Altkollege im Vorstand der Volksbank Bitburg und der Altkollege von Herrn Simonis in der Volksbank Eifel Mitte gleichzeitig im Rentenalter waren. Deshalb war dieser Zeitpunkt perfekt.

Wird es in absehbarer Zeit zu weiteren Fusionen kommen?
Das bestimmen die Mitglieder. Man kann das nie ausschließen. So lange die Beratungsleistungen und die Wirtschaftlichkeit stimmen, gibt es keinen Grund.

Kann man daraus schließen, dass Ihre Eigentümer nicht zufrieden waren?
(Lacht) Nein, auch vorher waren beide Banken stark. Aber gemeinsam können wir unsere Mitglieder noch besser unterstützen. Die Ansprüche der gewerblichen Kundschaft auf unsere Begleitung wachsen stetig.

Was sind das für Ansprüche?
Einerseits geht es um Investitionen, andererseits um Beratung. Wir besetzen aber auch ganz neue Themen. Beispielsweise bieten wir jetzt Zahlungsverkehrsberatung an. Da geht es uns um die Sicherheit der Unternehmen bei der Online-Abwicklung. Auch der Bereich Erben und Vererben ist ein ganz neues Thema für uns. Wie werden private Vermögen oder Unternehmen übertragen? Wie kann ich Vollmachten für Notfälle sicher gestalten? Das sind Fragen für unsere Spezialisten. Spezialwissen können wir uns aber nur leisten, wenn wir auch eine gewisse Größe haben.

Jetzt sind Themen wie Erben und Vererben ja nicht gerade klassische Bankthemen?
Das stimmt so nicht. Ich sehe unseren Auftrag darin, dass wir uns in jeder Lebensphase um das kümmern, was mit finanziellen Dienstleistungen zum Vorteil unserer Kunden zu tun hat. Wenn der Inhaber eines Unternehmens stirbt und minderjährige Kinder hat, dann sitzt schnell die Betreuung des Vormundschaftsgerichtes mit am Tisch und führt die Firma. Wer das nicht möchte, sollte die Dinge frühzeitig regeln.

Wie viele Mitarbeiter hat die neue Volksbank Eifel?
341 Angestellte und 24 Auszubildende

Kennen Sie denn schon alle aus dem Prümer und Gerolsteiner Bereich?
Kennen wäre zu viel gesagt. Gesehen und begrüßt habe ich schon alle. Aber ich muss zugeben, dass ich manchmal noch Namen nachfragen muss.

Werden denn alle bleiben?
Wir haben eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen bis Mitte 2019. Wir haben auch nicht vor, unser Grundproblem über Entlassungen zu lösen.

Grundproblem? Was meinen Sie damit?
Das Grundproblem sind die Kosten. Wir müssen auf der einen Seite noch effizienter werden, um den Erfolg stabil zu halten, wenn wir ein verlässlicher Partner bleiben wollen. Die andere Seite sind die Kosten, die wir im Auge behalten müssen. Der größte Kostenblock eines Dienstleisters ist das Personal. Deshalb werden wir die natürliche Fluktuation beim Personal nutzen, um die Kosten zu senken.

Fallen dabei auch Servicestellen, wie beispielsweise in Rittersdorf, zum Opfer?
Leider ja. Wir überprüfen derzeit die gesamte Struktur unserer Präsenz in der Fläche. Was, wann und wie passiert, das haben wir noch nicht entschieden. Aber es wird ganz sicher einiges passieren.

Also werden weitere Filialen folgen?
Das wird so sein.

Aber wie passt das mit dem Grundgedanken, eine Regionalbank zu sein, zusammen?
Grundsätzlich bedeutet Regionalität auch für uns Nähe. Das heißt aber nicht, dass ich alle fünf Kilometer einen Bankschalter brauche. Die meisten Kunden haben ihre Filiale heutzutage in der Tasche – das Smartphone. Sie können mit Ausnahme der Bartransaktionen jedes Bankgeschäft machen, das eine Servicestelle anbietet. Und Sie können von acht Uhr früh bis 20 Uhr abends einen Termin mit Ihrem Berater machen, wann und wo Sie wollen. Der Digitalisierung aller Lebensprozesse können wir uns nicht verschließen. Es gibt repräsentative Untersuchungen, die davon ausgehen, dass 2020 schon bis zu 80 Prozent der Kunden Online-Banking nutzen.

16.02.2017 - 6. VR-Private Banking Forum

"Schauen Sie sich die Welt von oben an..."

Markus Gürne - Ressortleiter der ARD-Börsenredaktion

sagte Markus Gürne als Gastredner beim 6. VR-Private Banking Forum der Volksbank Eifel eG in Bitburg, "und überlegen Sie dann, wo Sie investieren möchten".
Als Ressortleiter der ARD-Börsenredaktion berichtet der bekannte Fernsehjournalist täglich über die Finanzmärkte und das Geschehen an der Frankfurter Börse. Der globale Blick auf das gesamte Weltwirtschaftsgeschehen ist heute notwendig, um Anlage-Entscheidungen zu treffen.
Als ausgebildeter Krisen- und Kriegsreporter konnte Markus Gürne insbesondere aus seiner aktiven Zeit im Nahen Osten über seine Erfahrungen und die aktuellen Entwicklungen berichten. Mit 360 Millionen Menschen, die tendenziell auf der Flucht vor den Kriegswirren seien, skizzierte er ein mögliches neues Flüchtlingsszenario.  Dennoch bietet die Weltwirtschaft auch heute noch viele Chancen, die es zu nutzen gilt.

Robert Schmitt - UNION Investment

In Ergänzung zu diesem fesselnden Vortrag gab anschließend Robert Schmitt von der UNION Investment einen Einblick in den Berufsalltag eines Fonds-Managers. Fehlen durfte dann aber natürlich auch nicht der Blick auf das aktuelle Anlagegeschehen. Die über 170 Gäste stellten zahlreiche Fragen, die auch noch nach den Vorträgen in Einzelgesprächen mit beiden Referenten diskutiert wurden.

v.l.n.r.: Robert Schmitt, Peter Gülden, Andreas Kandels, Markus Gürne, Michael Simonis
09.02.2017 - Volksbank Eifel hatte zum Gespräch eingeladen...

Treffen mit Vertretern der hiesigen Presse in der VR Eins

... und zahlreiche Vertreter der Medien hatten sich am Donnerstag, 9.2.2017 in der VR Eins-Filiale der Bank versammelt.

Die beiden Vorstandsmitglieder Andreas Theis und Michael Simonis zogen Bilanz über die ersten 180 Tage der Fusion und über das abgelaufene erste Geschäftsjahr der Volksbank Eifel eG.

Die Versprechen der seinerzeitigen Fusionsverhandlungen seien sämtlich eingehalten worden: Mitglieder und Kunden haben nach wie vor die bekannten Ansprechpartner, die Regionalmärkte garantieren die Nähe und flächendeckende Versorgung und die Menschen und Unternehmen in der Region können sich über die Volksbank als Wirtschaftsmotor mit einer stabilen Kreditversorgung vor Ort freuen. Darüber hinaus lebt die Volksbank ihre regionale Verantwortung mit umfangreichem Engagement in Vereinen und sozialen Einrichtungen mit einem Spendenvolumen von über 380.000,00 EUR pro Jahr.

Für die Mitarbeiter haben sich neue Perspektiven bei der beruflichen Weiter- und Fortbildung ergeben und das Versprechen, keine fusionsbedingten Kündigungen vorzunehmen, sei eingehalten worden.
Die neue Volksbank Eifel habe durch den Zusammenschluss ihre Marktposition ausgebaut und auch die aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Anforderungen besser erfüllt.

Mit 33 Filialen, 341 Bankangestellten und 24 Auszubildenden ist die Volksbank einer der größten Arbeitgeber und Steuerzahler in der Region. Mit einer Steigerung der Kundeneinlagen um über
4 % auf jetzt 1,007 Mrd. EUR, einem Kreditvolumen von über 874 Mio. EUR und der Bilanzsumme von über 1,303 Mrd. EUR wird das Vertrauen der 35.962 Mitglieder und der über 74.000 Kunden in die Bank eindeutig belegt.

Wichtiger als die Zahlen war aber die Vorstellung und der Live-Betrieb einer Beratung in der neuen VR Eins. Mit dem Pilotprojekt VR Eins, welches bereits in 2015 gestartet wurde, stellt die Volksbank die Weichen für die Beratung 2020: das geänderte Nutzungsverhalten der Kunden, die klassischen und digitalen Anforderungen an die Volksbank Eifel sowie die reibungslose Bargeldversorgung in der Region sicherzustellen, sind einige der Herausforderungen, für die die Volksbank Eifel heute schon Lösungen parat hält.

Eine moderne Beratung, bei der der Kunde per Mausklick seinen Beratungstermin online vorgibt, die Atmosphäre in einer optisch modernen Beratungsumgebung und der zeitliche Rahmen, der ohne Störung von außen eine wohltuende Konzentration gewährleistet, sind die Rahmenbedingungen für diesen neuheitlichen Beratungsansatz. So wurde per Videokonferenz der Wertpapierspezialist der Volksbank in ein Kundengespräch zugeschaltet, konnte online Charts zu ausgewählten Aktien zeigen und in der direkten Kommunikation auch weitere Fragen rund um das gewünschte Depot erläutern.

Die Art und Weise, wie sich die Volksbank Eifel auf diese strategischen Hauptherausforderungen einstellt und sich intensiv mit dem Banking der Zukunft im ländlichen Raum befasst, fand allseits den Anklang der Medien. Einstimmiger Tenor der Pressevertreter - Innovatives Konzept mit eindeutigem Fokus auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden.

Am Ende wies der Vorstand noch auf die am 25. April 2017 stattfindende Vertreterversammlung hin - erstmalig werden dann die neugewählten Vertreter über das Geschäftsjahr 2016 beschließen.

Fazit des zweistündigen Termins: Die Volksbank Eifel eG ist für die Zukunft top aufgestellt - und ist die erste Adresse in der Region!

Frei nach dem Motto:
Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei!
 

04.11.2016 - Eine Zeitung ist mehr als bedrucktes Papier

Interview aus dem Trierischen Volksfreund mit dem Volksbank-Vorstand Andreas Theis zum Lucky-Projekt und der Bedeutung des Lesens

Die regionalen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind seit dem Start Exklusivpartner des Volksfreund-Projekts Lucky im Kindergarten. Andreas Theis, Vorstand der Volksbank Eifel, erläutert in diesem Interview die Intention, die hinter dieser Partnerschaft steckt – und warum es schon für Vorschulkinder wichtig ist, die Zeitung kennenzulernen.

Wenn Sie an Ihre Kindergarten und Schulzeit zurückdenken, wie viel haben Sie gelesen?
Es ist ja schon etwas her, aber in meiner Jugend habe ich eher wenig gelesen, sondern
mich mehr draußen aufgehalten – Fußball gespielt, etwas mit Freunden unternommen. Das
Lesen kam dann aber später in der Schule. Die Zeitung hatten wir auch immer auf dem Küchentisch, aber die war eher meinen Eltern vorbehalten.

Warum ist es wichtig, sich schon im Kindergarten – wenn auch spielerisch – mit dem Thema Zeitung und Informationen zu befassen?
Die Unmenge an Informationen, die auf Kinder und Jugendliche schon in jungen Jahren hereinprasseln – nicht nur durchs Fernsehen, sondern vor allem durch die Nutzung der elektronischen Medien – ist schwer zu kanalisieren. Hier das richtige Maß zu finden, ist heute eine Herausforderung. Videospiele, aber auch schon die Nutzung von i-Pads oder Laptop sind heute eine Selbstverständlichkeit – wo bleiben da die wichtigen Nachrichten aus dem unmittelbaren Lebensumfeld?
Lucky setzt da genau richtig an – die Leseratte erklärt komplexe Sachverhalte für Kinder. Kinder sollten von Anfang an überhaupt erkennen und lernen, dass es außer den schnellen Nachrichten im Internet auch noch die Hintergrundberichte und Geschichten aus dem eigenen Dorf gibt. Was passiert bei mir zu Hause? Das gibt es nur in der Zeitung!
Was zeichnet Ihrer Meinung nach gute Leseförderung aus, warum ist Lesekompetenz so bedeutsam?
Leseförderung, so wie ich sie verstehe und so wie die Volksbanken Raiffeisenbanken sie in den verschiedenen Projekten mit dem Volksfreund begleiten, muss nachhaltig sein. Das darf nicht nur eine Momentaufnahme sein, sondern muss über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren ständig geübt und gelebt werden. Erst dann verfestigt sich hoffentlich auch bei  jungen Menschen die Erkenntnis, Zeitung lesen macht schlau, und ist mehr, als nur ein Stück bedrucktes Papier.
Die so aufgebaute Lesekompetenz ist im Berufsleben aus meiner Sicht unverzichtbarer Bestandteil einer fundierten Ausbildung. Geben wir jungen Menschen die Chancen, die sie verdient haben.

Die regionalen Volksbanken und Raiffeisenbanken unterstützen zahlreiche Volksfreund-Projekte für verschiedene Altersgruppen – vom Kindergarten bis zur Ausbildung. Was ist die Intention?
Mit unserer Förderung der verschiedenen Projekte von Lucky im Kindergarten bis hin zu „Zeitung lesen macht Azubis fit“ fördern wir über 15 bis 17 Jahre hinweg die Entwicklung junger Menschen. Unsere Bankengruppe wird damit ihrer Verantwortung für die Menschen
in der Region gerecht.
Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit die wichtigste Rolle – wer sonst begleitet einen jungen Menschen in dieser Lebensphase immer wieder mit dem Thema Lesekompetenz oder Leseförderung? Und – das möchte ich ganz besonders betonen – nicht erst seit den ersten Ergebnissen der PISA-Studie haben wir dieses Problemfeld erkannt.

Aus Kindergartenkindern werden Schüler, aus Schülern Arbeitnehmer – wie wichtig ist es im Beruf, sich zu informieren und auf dem Laufenden zu sein?
Bis zum Ende der Ausbildung sehe ich unsere Projektunterstützung als die Bildung eines Fundaments für das spätere Leben an. Im Beruf wird man tagtäglich mit neuen  Herausforderungen konfrontiert – Lesekompetenz ist da eine Eigenschaft, die enorme Vorteile im täglichen Umgang mit den Kollegen oder Kunden bringt und auch das eigene Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl stärkt. Mitreden können und seine eigene Meinung gut und richtig artikulieren, stehen dabei für mich im Vordergrund. Und die aktuellen Zahlen verschiedener Studien zum Thema „funktionale Analphabeten“ im beruflichen Umfeld sind gerade ein Anreiz, hier einiges zu tun. Es kann doch nicht sein, dass wir rund 7,5 Millionen
Erwachsene im Berufsleben haben, die über schwache Lesefähigkeiten verfügen, und somit jeder sechste Erwachsene einfache Texte kaum verstehen oder schreiben kann. Damit erklärt sich das Engagement der Volksbanken Raiffeisenbanken fast von selbst. Und wir werden auch in Zukunft diese Projekte unterstützen – es lohnt sich einfach, für bessere Lesefähigkeiten zu kämpfen.

Das Interview führte Björn Pazen.

18.07.2016 - Viel Lob zum Abschied – und Ehrennadeln in Gold

Im Ruhestand: Volksbank-Vorstände Rainer Berlingen und Peter Bersch

Bitburg/Prüm/Gerolstein. Viel Lob gab es zum Abschied – und Ehrennadeln in Gold des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV): Rainer Berlingen und Peter Bersch, Vorstandsmitglieder der frisch fusionierten Volksbank Eifel, standen im Mittelpunkt einer Feier, die den Hof des Schlosses Niederweis in ein Zentrum genossenschaftlicher Identität verwandelte. Deutlich wurde: Die Mitte des Jahres ausgeschiedenen Bankdirektoren haben im Laufe ihrer beruflichen Karriere viele Meilensteine in der Landschaft der Genossenschaftsinstitute erreicht. In den vergangenen Jahrzehnten prägten sie gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen den Aufwärtstrend der vorherigen Volksbank Eifel Mitte und Volksbank Bitburg.

1952 geboren, 1967 als Rechtsanwaltsgehilfe in einer Dauner Kanzlei gestartet und gearbeitet und anschließend – nach einem Studium der Betriebswirtschaft und der Rechtswissenschaften – Leiter der Rechts- und Insolvenzabteilung der Volksbank Gerolstein: So machte Berlingen sich den Weg frei zu weiteren Aufgaben. 1990 begann er seine Vorstandstätigkeit in der damaligen Volksbank Hillesheim-Gerolstein, einer Vorgängerbank der heutigen Volksbank Eifel. Viele Jahre engagierte sich Berlingen in regionalen und überregionalen Gremien im genossenschaftlichen Finanzsektor, beispielweise als Mitglied des Verbandsrates des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Berlin. Dessen Vorstandsmitglied, Gerhard Hofmann, zeichnete Berlingen nun mit der Ehrennadel in Gold des DGRV aus. „Niemanden wird überraschen, dass Ihr Ausscheiden aus dem aktiven genossenschaftlichen Dienst sowohl in der Eifel eine große Lücke reißen wird als auch in all Ihren anderen Betätigungsfeldern: bei uns im BVR ebenso wie in der genossenschaftlichen FinanzGruppe“, sagte Hofmann: „Sie sind ein Botschafter der genossenschaftlichen Ideale in ihrer Region geworden.“ Genossenschaftliche Werte könnten schließlich nur von Menschen mit Leben gefüllt werden.

Das sah auch Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ Bank, so. Er war gekommen um Peter Bersch mit der Ehrennadel in Gold zu würdigen: „Peter Bersch hat über mehr als 20 Jahre hinweg mit Umsicht und Weitsicht seine unternehmerische Verantwortung für die Volksbank Bitburg erfolgreich wahrgenommen. In seiner sympathischen und unverwechselbaren Art hat er sich darüber hinaus mit Sachverstand und Gestaltungskraft in vielfältiger Weise engagiert. Auch in seiner Arbeit für die Gremien der WGZ BANK hat er sich stets als kreativer Geist und wertvoller Impulsgeber gezeigt.“ Begonnen hatte alles in den 70er Jahren: Der heute 60-jährige Bersch startete seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück und arbeitete dort als Leiter der Kreditabteilung. 1986 wagte er den Sprung zu den Genossenschaften und wechselte zur Volksbank Westerwald. Dort war Bersch als Abteilungsdirektor und Prokurist tätig, bevor er 1993 in den Vorstand der Volksbank Bitburg berufen wurde. 1999 erfolgt die Ernennung zum Vorstandssprecher und 2011 zum Vorstandsvorsitzenden. In dieser Funktion war er einer der entscheidenden Architekten der Volksbank Bitburg, die er zuletzt erfolgreich in den Zusammenschluss mit der Volksbank Eifel Mitte führte. Wie Berlingen engagierte sich auch Bersch über den Tellerrand hinaus und war unter anderem Aufsichtsratsmitglied der WGZ Bank und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ratiodata.

Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes, betonte in seinem Grußwort den Mut von Berlingen und Bersch zu wichtigen und richtigen Weichenstellungen: „Genossenschaftsbanken wie die Volksbank Eifel und ihre Vorläuferinstitute sind erfolgreich, weil sie sich nicht auf den Staat verlassen, sondern weil sie sich auf sich selbst verlassen. Weil sie Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung mit Fleiß, Tüchtigkeit, aber eben auch mit Mut und Zuversicht kombinieren.“

Die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden, Peter Barz von der Volksbank Bitburg und Dieter Nahrings von der Volksbank Eifel Mitte, hoben die Verhandlungen auf dem Weg zur Fusion hervor: „Seit dem ersten Gedankenaustausch bis zur jetzigen Verschmelzung ist gerade einmal ein Jahr vergangen. Das ist ein Zeichen dafür, dass man von Beginn an auf Augenhöhe miteinander geplant hat. Ein eindeutiges Zeichen für die bereits menschlich fusionierte Bank ist auch die heutige gemeinsame Verabschiedungsfeier.“

In ihren Dankesworten würdigten die beiden ausscheidenden Vorstandsmitglieder die vielen guten Begegnungen in ihrem Berufsleben. „Wer nach genossenschaftlichen Grundsätzen handelt, der braucht Weggefährten, die diese Philosophie mittragen“ waren sich Berlingen und Bersch einig. Die beiden freuen sich jetzt auf mehr Zeit für Familie und Hobbys. Berlingen setzt sich für ein katholisches Kinderheim in Thailand ein und will dieses nun besuchen. Dabei wird er die Spenden überreichen, die er statt Geschenke zum Abschied bekommen hat. Auch Bersch hatte um Spenden statt Geschenke gebeten und unterstützt damit die „Lebendige Genossenschaft - Mitgliederstiftung der Volksbank Bitburg“. Er freut sich, nun Kugelschreiber mit Schraubenschlüssel zu tauschen und mehr Zeit seinen Oldtimern widmen zu können.

14.07.2016 - Aus Last wurde erst Routine und nun Spaß

Die Auszubildenden der Volksbank Eifel erweitern ihr Wissen mit dem Volksfreund-Projekt ZeiLe

Neuer Name, aber die gleichen positiven Erfahrungen: Elf angehende Bankkaufleute der neu fusionierten Volksbank Eifel eG nehmen am Volksfreund-Projekt "Zeitung lesen macht Azubis fit" (ZeiLe) teil. Sie merken, dass sie mehr wissen und besser mitreden können.

Bitburg. "Am Anfang war es irgendwie eine Last, dann wurde es Routine - und heute macht es richtig Spaß, weil man merkt, dass es etwas bringt." Maike Reißdörfer ist angehende Bankkauffrau bei der neu fusionierten Volksbank Eifel eG und nimmt im zweiten Jahr am Volksfreund-Projekt "Zeitung lesen macht Azubis fit" teil.

Für insgesamt elf Auszubildende der Bank gehört die tägliche Zeitungslektüre mittlerweile einfach dazu. "Das ist ein klarer Mehrwert. Ich kenne mich in aktuellen Nachrichten viel besser aus, kann in Kundengesprächen mitreden, egal, ob es um regionale Themen geht oder die Auswirkungen des Brexit", sagt Reißdörfer.
Bereits seit dem Start des Projekts im Jahr 2009 ist die ehemalige Volksbank Bitburg Partner von ZeiLe. Und daher spricht Ausbildungspatin Sabine Lamberty auch aus einer langjährigen Erfahrung, wenn sie zum Beispiel über die wissenschaftliche Begleitung spricht, mit der die Universität Koblenz-Landau den Wissenszuwachs der Teilnehmer misst: "Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Auszubildenden sich sehr intensiv mit der Zeitung befassen, sie regelmäßig lesen. Und dieses Wissen kommt dann auch sehr gut bei unseren Kunden an, wenn sie merken, dass unsere Azubis mitreden können."
Diese positiven Erfahrungen bestätigen auch die aktuellen ZeiLe-Teilnehmer. "Dank des Volksfreund-Lokalteils befasse ich mich nun viel mehr mit der Region. Am Anfang war ich nicht so begeistert vom täglichen Zeitunglesen, aber mittlerweile gehört der Volksfreund einfach dazu", sagt zum Beispiel Johannes Habscheid, der ebenfalls im zweiten Jahr an ZeiLe mitmacht: "Das Projekt macht mir nun richtig Spaß". "Ich werde auch nach dem Abschluss des Projekts jeden Tag die Zeitung lesen", meint sein Kollege Lukas Maier. Und Michael Jegen ergänzt: "Das Projekt ist sinnvoll, da man seine Allgemeinbildung deutlich verbessert und es für die Kommunikation mit Kollegen und Kunden absolut hilfreich ist." Julian Comes hat dank ZeiLe gemerkt, "was man mit dem täglichen Blick in den Volksfreund alles lernen kann".
Einen ganz anderen Aspekt der täglichen Zeitungslektüre betont Volksbank-Prokurist Christian Pauly: "Durch ZeiLe hat sich auch die Rechtschreibleistung der Azubis verbessert. Wer viel liest, macht dann auch beim Schreiben weniger Fehler - und wir stehen sehr intensiv in schriftlichem Kontakt mit unseren Kunden."

Wie Ausbildungspatin Lamberty bewertet Pauly das Engagement der Volksbank in Sachen ZeiLe als sehr positiv: "Wir verstehen unseren Job anders als andere Finanzdienstleister, denn wir sprechen mit unseren Kunden nicht nur über Finanzen und Geld, sondern auch über die täglichen Dinge des Lebens. Und daher müssen auch schon unsere Azubis informiert sein, was in der Region und der Welt passiert. Und dank ZeiLe haben die Auszubildenden eine ganz andere Wissensbasis."
Und da nach der Fusion der Volksbank Bitburg mit der Volksbank Eifel-Mitte das Geschäftsgebiet erheblich gewachsen ist, hat Pauly einen zusätzlichen Mehrwert erkannt: "Der Volksfreund mit seiner regionalen Struktur bringt die Menschen in der Eifel zusammen, genau wie jetzt unsere Bank." Und wegen all` dieser positiven Erkenntnisse und Erfahrungen werden auch die künftigen Azubis der Volksbank Eifel in den Genuss der täglichen Zeitungslektüre kommen.
Alle interessierten Unternehmen können ihre Auszubildenden noch für das nächste Projektjahr von "Zeitung lesen macht Azubis fit" anmelden. Neben der täglichen Zeitungslektüre und der wissenschaftlichen Begleitung können alle Teilnehmer zum Beispiel kostenlos an den Veranstaltungen der IHK-Azubi-Akademie teilnehmen. Daneben bietet der Volksfreund ein attraktives Paket an Medialeistungen. Informationen im Internet unter www. zeile.volksfreund.de

Redakteur: Björn Pazen

13.07.2016 - Bargeld ganz diskret und sicher

Die Volksbank Eifel eG führt bediente Geldausgabe am Geldautomaten jetzt auch in Hillesheim ein

Sicherheit und Diskretion sind die Aspekte für diese Veränderung – und Zeitgewinn für persönliche Beratungsgespräche: Was sich in den benachbarten Geschäftsstellen der Volksbank Eifel eG in Badem, Jünkerath, Oberweis und Stadtkyll schon bewährt hat, führt jetzt auch in Hillesheim zu einem noch besseren Servicekonzept. Auch dort stellen wir um von der offenen Geldausgabe am Kassenschalter auf die bediente Bargeldausgabe am Geldautomaten. Um Engpässe zu vermeiden, investierte die Volksbank in einen zweiten Geldautomaten in der Hillesheimer Geschäftsstelle.

Jede Geldausgabe erfolgt jetzt über den Geldautomaten. Auch Kunden, die ihre Bankkarte nicht mitführen oder ihre Geheimnummer nicht auswendig wissen, können dennoch ihr Geld so diskret dem Automaten entnehmen. Ganz einfach durch Einstecken einer Karte, die von unseren Mitarbeitern ausgehändigt und vom Geldautomaten nach der Auszahlung einbehalten wird. Großer Vorteil ist dabei: Kein Kunde kann bei diesem System sehen oder erahnen, wie viel Geld der Kunde vor ihm ausbezahlt bekommt.

Letztendlich profitieren alle Seiten – Bank, Mitarbeiter und Kunden – von dieser Neuerung: Die Mitarbeiter werden von der Routineaufgabe der Geldausgabe entlastet und stehen damit für anspruchsvollere Aufgaben zur Verfügung. Mitglieder und Kunden erhalten den Zeitgewinn in Form qualitativ hochwertiger Beratungsgespräche zurück. Und dass Kunden bei uns immer einen Ansprechpartner für guten Service rund ums Bankgeschäft haben, gehört zu unserem Qualitätsverständnis.

Besuchen Sie uns in Ihrer Bank in Hillesheim.

12.07.2016 - Abschluss Exzellenzkurs

Wie junge Leute erfolgreich ins Berufsleben starten

Business-Dinner und Rhetorikseminar: Schüler der Gymnasien Biesdorf und Neuerburg erhalten in Exzellenzkurs wichtige Infos

(Neuerburg/Biesdorf) Wer nach der Schule beruflich durchstarten möchte, der muss gewisse Schlüsselqualifikationen mitbringen, die man in den Lehrplänen deutscher Schulen vergeblich sucht. Im Exzellenzkurs der Volksbank Bitburg in Kooperation mit dem Trierischen Volksfreund lernten 33 Schüler der Gymnasien Neuerburg und Biesdorf alles, was man für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben braucht.

Neuerburg/Biesdorf. Welches Kleid passt zum Vorstellungsgespräch? Wie verhalte ich mich bei einem Geschäftsessen oder einem Small-Talk im Berufsleben? Es gibt gewisse soziale Kompetenzen und sogenannte Schlüsselqualifikationen, die nicht im Schulunterricht vermittelt werden, für eine Karriere im Job dennoch unerlässlich sind. "Der Exzellenzkurs vermittelt diese Kompetenzen, die sich jeder Personalchef neben guten Noten wünscht und ermöglicht damit auch den optimalen Start in Beruf oder Studium", betonte Lothar Wiemer, Lehrer des St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf zu Beginn des Exzellenzkurses im März.

Seitdem haben 33 Schüler des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg und des St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf, die sich für die Teilnahme am Exzellenzkurs der Volksbank Eifel beworben hatten, grundlegende Erfahrungen für den Berufseinstieg gesammelt. Auf einer Abschlussveranstaltung in der Aula des Neuerburger Gymnasiums präsentierten die Schüler ihre exzellenten Erlebnisse der Öffentlichkeit.

Schreibkurs: Zum Projekt zählt traditionell auch, dass die Exzellenzkursler Artikel zu den einzelnen Veranstaltungen des Kurses verfassen, die auf den KLASSE!-Seiten des Trierischen Volksfreunds veröffentlicht werden. Bei der Auftaktveranstaltung "Textwerkstatt" in Kooperation mit dem Trierischen Volksfreund lernten die Schüler unter der Leitung des Journalisten Björn Parzen deshalb, wie man publikumswirksam schreiben, Interviews durchführen und Ergebnisse ansprechend präsentieren kann.

Business-Knigge: Knigge als Urvater des guten Benehmens hätte seine Freude an den Fortschritten der Exzellenzkursler gehabt, wenn er die Teilnehmer nach ihrem Business-Dinner im Gasthaus Herrig in Meckel hätte verabschieden können. Denn vor dem Mehrgänge-Menü lernten die Schüler in Kurzvorträgen die richtigen Umgangsformen für ein Business-Dinner. Von der Theorie ging es dann auch gleich zur Praxis: Bei einem Stehempfang mit Orangensaft wurden die Benimmregeln, wozu souveränes Auftreten und auch ein fester Händedruck mit persönlicher Vorstellung gehören, eintrainiert und gefestigt.

Rhetorik und Moderation: Andere Menschen mittels einer ausgefeilten Redekunst von seinen Zielen zu überzeugen: Von der Antike bis in die Gegenwart ist die Kunst der Rhethorik, die einem auch im Job Vorteile verschafft, nicht aus der Mode gekommen. Deshalb führten Nico Steinbach (MdL/SPD) sowie Daniela Maas, Mitarbeiterin der Volksbank die Schüler mit anschaulichen Beispielen in die Kunst des Redens ein.

Business-Tag: Wie sieht eine Bankausbildung in der Praxis aus? Wo arbeite ich als Programmierer? Diese und andere Fragen standen bei der vierten Kurseinheit des Exzellenzkurses im Zentrum. Zunächst öffnete die Volksbank Bitburg ihre Pforten für die Gymnasiasten aus der Eifel: Die Vorstellung der Volksbank Bitburg und ihrer künftigen Fusionspläne zur Volksbank Eifel gab den Exzellenzkurslern erste Einblicke in die Besonderheiten der Finanzwelt.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Programmierens: Die Firma Petronik als Spezialist für Automatisierungstechnik arbeitet rund um den Globus. Der Firmengründer Alois Petry machte den Schülern deutlich, dass Reisefreude und Fremdsprachen in der heutigen Zeit genauso unerlässlich sind wie fachliches Können.

Motto: Neben all den Schulungen und Vorträgen mussten sich die Schüler im Rahmen des Exzellenzkurses auch noch mit dem Wirtschaftsstandort vor ihrer Haustüre, der Eifel, auseinandersetzen. Was is typisch Eifel? "Döppekuchen und wandern", meinte eine Schülerin bei der Abschlusspräsentation, bei der die Schüler ihr Marketingkonzept für die Eifel präsentierten. "Was die Schüler im Exzellenzkurs der Volksbank mit dem Kooperationspartner Tierischer Volksfreund gelernt haben, das können die Schulen finanziell nicht leisten und stemmen", resümierte Jens Kempe, Schulleiter des Gymnasiums Neuerburg.

06.07.2016 - Duftende Backwaren - einfach zum Reinbeißen

Duftende Backwaren - einfach zum Reinbeißen

Innungsbäcker lassen ihre Brote und Brötchen testen

Im Servicecenter der Volksbank Eifel in Prüm testete Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz kürzlich die Produkte der Innungsbäcker aus der Region.

Prüm/Bernkastel-Kues. Deutschland ist das Land mit einer weltweit einzigartigen Brotkultur. Dies wurde auch bei den Öffentlichen Brotprüfungen wieder einmal deutlich. Auf langen Tischen lagen ausgebreitet unzählige Brot- und Brötchensorten der regionalen Innungsbäcker.  Schoko-Brötchen und Croissants, Dinkelvollkornbrot und Kraftkorn - egal ob hell oder dunkel, süß, herzhaft, oder besonders gehaltvoll: Die Backwaren aus den handwerklich arbeitenden Backstuben der Region laden zum Reinbeißen ein.

Bei den alljährlich stattfindenden Brotprüfungen wird jedes Brot, jedes Brötchen  individuell getestet. - Die Arbeit der Brotprüfer ist auch deshalb wichtig, weil die Bäcker selbst einen objektiven Blick auf ihre Produkte und wertvolle Tipps bekommen. "Wenn die Kruste eines Brotes zu hell und dünn ist, kann es sein, dass dies dem Bäcker gar nicht mehr auffällt, weil er das Brot bereits seit Jahren so herstellt. Aber wenn wir ihm nun den Tipp geben, das Brot zehn Minuten länger auszubacken, wird er merken, dass das Brot viel besser schmeckt", erklärt Karl-Ernst Schmalz, einer der drei deutschen Brotprüfer, die die Backwaren der Innungsbäcker auf den Prüfstand stellen.  Fotos der Brotprüfung findet man in der Bildergalerie unter: www.das-handwerk.de

In diesem Jahr wurden die Brotprüfungen in Prüm, im Servicecenter der Volksbank Eifel Mitte und in Bernkastel-Kues, im Servicecenter der VVR-Bank durch geführt. Zahlreiche Kindergärten und Schulklassen besuchten die Prüfungen und die Bankkunden wurden vom Brotduft magisch  angezogen. Auch für Besucher hatte Karl-Ernst Schmalz immer nützliche Verbraucher-Tipps, parat. Wie die einzelnen Backwaren abgeschnitten haben, erfährt man unter www.brottest.de. Im Bäckerei-Finder sind die Testergebnisse nachzulesen. Aber auch in den Regalen kann man jetzt am grünen Regalstopper erkennen, wenn ein Brot besonders gut abgeschnitten hat. In der Gemeinschaft der Innung wird jedes Jahr die Brotprüfung durchgeführt und die Innungsbäcker bekommen damit die Möglichkeit, für die Qualität ihrer Produkte zu werben.

Hintergrund:
Die Backwaren werden nach den Richtlinien der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) von Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz geprüft nach Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Krumenbild, Struktur und  Elastizität, Geruch und Geschmack. In diesem Jahr haben 14 Bäckereien der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region insgesamt 234 Produkte, davon 121 Brote, 62 Brötchensorten und 51 Stollen testen lassen. Urkunden für sehr gute Ergebnisse gab es für 56 Brote, 30 Brötchensorten und 39 Stollen. Ein 'Gut' erhielten: 46 Brote, 22 Brötchensorten und acht Stollen.  Als verbesserungswürdig wurden  getestet: 19 Brote, 10 Brötchensorten und vier Stollen. Nachfolgende Innungsbäcker unterzogen ihre Produkte dem freiwilligen Test: Bäckerei Achim Billen (Ferschweiler), Bäckerei Blasius (Birresborn), Bäckerei Clemens (Pelm), Bäckerei Emondts (Kerpen), Bäckerei Hubert Flesch (Dudeldorf), Bäckerei Fleury (Brauneberg), Naturbäckerei Hardt (Neumagen-Dhron), Kyll's Backstube (Arzfeld) Bäckerei Dirk Mertes (Lieser), Prümtaler Mühlenbäckerei Hahn & Söhne GmbH (Lünebach), Bäckerei Peter (Minheim), Bäckerei Schander (Heidenburg), Bäckerei Schmitz (Daleiden),  Bäckerei Schnur (Binsfeld). Alle Ergebnisse unter:  www.brottest.de