Der Oscar des Breitensports kommt aus der Eifel

(Speicher) Alle Sportvereine aus der Region können sich ab 1. Mai wieder mit ihren sozialen Projekten für den Wettbewerb "Sterne des Sports" bewerben. Der Startschuss ist gestern in der "Geburtsstätte" der Trophäen erfolgt.

Foto: Björn Pazen

Speicher. Es dauert mehr als 40 Arbeitsschritte, bis aus dem Rohmaterial aus Messing ein formschöner "Stern des Sports" wird. 450 dieser bundesweit verliehenen Trophäen verlassen pro Jahr das Werk von Stuco in Speicher (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Seit 2005 - ein Jahr nach dem Start des Wettbewerbs von Deutschem Olympischen Sportbund und den Volks- und Raiffeisenbanken - hat das Eifeler Unternehmen den Auftrag, alle Auszeichnungen herzustellen. 300 kleine Sterne und 150 große Sterne werden produziert, für die Regional- Landes- und schließlich auch Bundesssieger des Wettbewerbs, der ehrenamtliches und soziales Engagement im Sport honoriert.
Was lag also näher, das Stuco-Werk für den ersten gemeinsamen Startschuss aller Sportkreise und Banken im ehemaligen Regierungsbezirk Trier zu wählen.
Stuco-Geschäftsführer Christian Poth stellte nicht nur sein Unternehmen vor, sondern zeigte bei einer Führung durch den Betrieb auch alle Arbeitsschritte vom Stanzen, Legieren und Polieren, bis der "Oscar des Breitensports" ausgeliefert werden kann. Der Stern - in den Farben Bronze, Silber und Gold (für die jeweiligen Wettbewerbsstufen) - wandert in Speicher durch viele Hände, ehe am Ende wahlweise der Bundespräsident oder die Bundeskanzlerin das Produkt aus der Eifel an den Bundessieger überreicht.

Seit 2004 haben bundesweit über 20 000 Vereine ihre Projekte bei den "Sternen des Sports" eingereicht, insgesamt wurden über fünf Millionen Preisgelder ausgeschüttet. In den vier Landkreisen der Region Trier haben sich in den vergangenen Jahren weit über 200 Vereine am Wettbewerb beteiligt. Auf Kreisebene werden die jeweils drei besten Projekte mit 1500, 1000 und 500 Euro honoriert, zudem winkt die Nominierung für die Landessiegerehrung in Mainz, die Landessieger fahren dann nach Berlin.
"Grundsätzlich hat jeder Verein ein Thema oder Projekt, mit dem er am Wettbewerb teilnehmen kann", betonte Martin Buth, der beim Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken für die Organisation der Bundes-Siegerehrung zuständig ist - und zum regionalen Startschuss nach Speicher gekommen war.
In jedem Kreis befasst sich eine fachkundige Jury mit den Wettbewerbsbeiträgen - auch diese waren gestern in Speicher vertreten, zum Beispiel durch Ex-Fußballprofi Harry Koch oder Rollstuhl-Basketballerin Martina Mohnen. "Ob Integration, Kampf dem Bewegungsmangel, demographischer Wandel - die Vereine greifen die Probleme der Gesellschaft auf. Diese stillen Helden wollen wir ehren", sagte Andreas Theis; Vorstand der Volksbank Bitburg.

Foto: Björn Pazen

Alle rund 900 Vereine in den vier Kreisen der Region erhalten in den kommenden Tagen die Wettbewerbsunterlagen inklusive des Anmeldeformulars per Post zugesandt. Zusätzlich können alle Unterlagen im Internet unter www.sterne-des-sports.de heruntergeladen werden. Dort finden sich auch weitere Informationen zur Bewerbung und den Wettbewerbskriterien. Einsendeschluss für die Bewerbungen für den bronzenen Stern des Sports auf Kreisebene ist der 30. Juni, sie können bei den Genossenschaftsbanken abgegeben werden. Infos erteilen folgende Ansprechpartner der Banken: Melanie Frieden (Volksbank Trier), Monika Schleder (Volksbank Hochwald-Saarburg), Anke Weiler (Raiffeisenbank Mehring-Leiwen) für den Kreis Trier-Saarburg, Jens Gietzen (VVR-Bank Wittlich) und Kathrin Bäumler (VR-Bank Hunsrück-Mosel) für den Kreis Bernkastel-Wittlich sowie für alle Vereine in den beiden Eifelkreisen Detlef Maiers (Raiffeisenbank Westeifel).